Einblicke

Was machst du eigentlich den ganzen Tag?

Ein nachdenklich wirkender Mann sitzt auf einem Stuhl und stützt seinen Kopf mit einer Hand ab. Das Bild ist größtenteils in Schwarz-Weiß gehalten, während seine Kleidung in einem dezenten Türkis hervorgehoben ist. Links von ihm schweben mehrere große und kleine Fragezeichen in Weiß und Türkis auf grauem Hintergrund. Dies vermittelt den Eindruck von Grübeln, Nachdenken oder der Suche nach Antworten.

Kannst du deinen Job verständlich erklären?

Kennst du das? Du erzählst begeistert von deiner Arbeit, aber dein Gegenüber schaut dich an, als würdest du in einer Geheimsprache sprechen.

Dein Kunde nickt höflich – und ruft dann doch jemand anderen an.

Dein Stakeholder sagt: „Aha, klingt spannend …“ – aber investiert nicht.

Deine Oma fragt nach einer Minute: „Also, was machst du jetzt genau?“

Wenn Menschen nicht verstehen, was du tust, hast du ein Problem. Denn nur wer deine Arbeit begreift, kann ihren Wert erkennen.

Die Lösung? Einfacher erklären – ohne Fachchinesisch, ohne Buzzwords, aber mit klarem Nutzen.

Warum ist es so schwer, die eigene Arbeit verständlich zu machen?

Viele machen einen der folgenden Fehler:

Zu technisch: „Ich entwickle responsive CMS-basierte Weblösungen unter Einsatz von UX-Design und SEO-Optimierung.“ (Äh … was?)

Zu allgemein: „Ich mache Online-Marketing.“ (Okay, aber was genau bedeutet das?)

Zu detailliert: „Ich erstelle maßgeschneiderte Landingpages mit Conversion-Optimierung basierend auf Heatmap-Analysen.“ (Das klingt wichtig, aber wozu?)

Die Wahrheit ist: Wir sind so tief in unserem Fachgebiet, dass wir oft vergessen, wie es für Außenstehende klingt.

So erklärst du deine Arbeit, damit alle sie verstehen

Hier sind drei einfache Methoden, um deine Arbeit verständlich zu erklären – egal ob für Kunden, Stakeholder oder Oma Erna:

1. Erkläre es, als würdest du es einem 5-Jährigen sagen

Was bedeutet das?

Brich deine Arbeit auf das Wesentliche herunter, ohne Fachbegriffe.

Statt: „Ich entwickle skalierbare Webanwendungen für Unternehmen.“

„Ich baue Websites, die schnell sind und Unternehmen helfen, online Kunden zu gewinnen.“

Statt: „Ich optimiere Suchmaschinen-Rankings durch technische SEO-Strategien.“

„Ich sorge dafür, dass deine Firma bei Google weiter oben erscheint, damit mehr Leute dich finden.“

Statt: „Ich mache Performance-Marketing mit datengetriebenen Kampagnen.“

„Ich helfe Unternehmen, mit Online-Werbung mehr Kunden zu bekommen.“

Klingt einfacher? Genau das ist der Punkt.

2. Nutze Vergleiche aus dem Alltag

Vergleiche helfen, komplexe Konzepte greifbar zu machen.

Webdesign ist wie Ladenbau: Eine gute Website ist wie ein schöner, übersichtlicher Laden – wenn sich die Kunden wohlfühlen, kaufen sie mehr.

SEO ist wie ein Schaufenster: Wenn du ganz unten in der Straße stehst, sieht dich keiner. Je höher du kommst, desto mehr Leute entdecken dich.

IT-Sicherheit ist wie eine Haustür: Eine offene Tür lädt Einbrecher ein. Passwörter, Firewalls und Verschlüsselung sind dein Sicherheitsschloss.

Mit solchen Vergleichen verstehen Menschen sofort, was du machst – ohne technisches Wissen.

3. Zeige den Nutzen – nicht den Prozess

Kunden oder Stakeholder interessieren sich selten dafür, wie du etwas machst – sondern was es ihnen bringt.

Statt: „Ich entwickle maßgeschneiderte Marketing-Strategien.“

„Ich sorge dafür, dass mehr Leute dein Produkt kaufen.“

Statt: „Ich optimiere deinen Webshop für bessere User Experience.“

„Ich mache deinen Shop so, dass Kunden nicht abspringen, sondern kaufen.“

Menschen lieben einfache, greifbare Vorteile – also mach sie klar.

Fazit: Sag es einfach!

Je einfacher du deine Arbeit erklärst, desto mehr Menschen verstehen und wertschätzen sie.

✔ Sprich, als würdest du es einem 5-Jährigen erklären.

✔ Nutze Vergleiche, um komplexe Dinge anschaulich zu machen.

✔ Zeige den Nutzen – nicht nur den Prozess.

Denn am Ende zählt nicht, wie schlau deine Erklärung klingt – sondern ob sie verstanden wird.

Christoph Schmitt
Christoph Schmitt
Webdesigner
Let's talk